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Erweiterung des Sportplatzes Giampiero Combi in Meran

Erweiterung des Sportplatzes Giampiero Combi in Meran

Erweiterung des Sportplatzes Giampiero Combi in Meran, mit Neubau der Laufbahn und der Tribüne

Jahr: 2007

Bauherr: Stadt Meran

Wettbewerb


Ziel ist es, eine moderne Sportstätte zu schaffen, die auf die sportfunktionalen Anforderungen von Meran ausgelegt ist und den Zuschauern eine identitätsstiftende Fan-Heimstätte bietet.
Der Entwurf sieht vor, neben dem zu erhaltenden, historischen Tribünengebäude ein getrenntes, neues, ähnlicher Dimensionen, aber in moderner Architektursprache zu errichten.
Der Neubau nimmt sowohl die Gebäudelänge/-tiefe als auch die Höhenentwicklung des Altbaus in wesentlichen Zügen auf.
Über der neuen Tribüne "schwebt" die Sportbar als Glaskörper, wodurch der direkte Kontakt zum Sportplatz hergestellt ist. Die Terrasse bietet sich sowohl als Zuschauerterrasse, als auch für die Prämierungen an.


Verkehrskonzept

Der Hauptverkehrsstrom zum Stadion fließt vom Mazzini-Platz her über den Schießstandweg zur nordöstlichen Zufahrt des Parkplatzes (190 PKW- und 5 Bus-Stellplätze); Nebenzufahrt ist die Anfahrt von Norden über die Viehmarktstraße zur nördlichen Parkplatz-Einfahrt.
Direkt vom Parkplatz zugänglich ist der Sportlerbereich als Trainings- und kontrollierter Wettkampfzugang, während der Haupteingang zu den Tribünen bzw. zum Ticketverkauf vom Vorplatz mit Bushaltestelle am Schießstandweg liegt.
Überdachte Fahrrad- und Motorradstellplätze liegen entlang des Bürgersteigs im Schießstandweg, so dass die direkte fußläufige Anbindung zum Stadion gegeben ist.


Funktionales Konzept

Das historische Gebäude bleibt hinsichtlich der Erschließungsstruktur unverändert:
zentraler Zugang mit zum Sportfeld gelegener symmetrischer Freitreppenanlage.

Es werden 2 Ebenen unterteilt:

Ebene 0
Sportlerbereich mit Funktionsräumen für Leichtathleten, die direkt mit der Laufbahn verbunden sind
Ticketverkauf

Ebene 1
Zuschauertribüne mit Überdachung
Die neue Tribüne wird über eine regelmäßige Anordnung von internen einläufigen Treppen erschlossen. Sie ist in 4 Ebenen gegliedert:

Ebene -1
Sportlerbereich mit Funktionsräumen für Fußballer und Kraftraum, die über direkte Treppen bzw. über einen zentralen Tunnel mit dem Spielfeld verbunden sind.
Der unterirdische Verbindungstunnel ist nicht nur Verbindungsgang, sondern auch Techniktrasse

Ebene 0
Sportlerbereich mit Funktionsräumen für Fußballer
4 Erschließungstreppen in die Zuschauerebene, zentral Ticketverkauf und behindertengerechte Erschließung, Zuschauertoiletten

Ebene +1
Zuschauertribüne, erschlossen über 4 Mundlöcher, wodurch sicherheitsrelevante Einteilung in Blöcke, deren getrennte Erschließung sowie unmittelbare Entfluchtung ins Freie problemfrei realisierbar sind
Pressebüro an der Tribünenspitze

Ebene +2
Sportbar mit Terrasse und Überdachung.
Die beiden Tribünen sind unabhängig voneinander nutzbar, wobei die neue, dank der baulichen Sicherheitsvorkehrungen, insbesondere für Fußballspieler geeigneter ist.


Konstruktions-/Materialkonzept

Mit dem Ziel einer einfachen und wirtschaftlichen Bauweise aus vorgefertigten Betonteilen wurde analog dem Konstruktionsraster des Bestandes von 3,00 m ein Tribünenkörper entwickelt, der in Schottenbauweise einen kostensparenden und schnellen Fertigungs-, Transport- und Montageaufwand verspricht.
Die Tribünenfassade wird in hell eingefärbten Sichtbeton belassen.
Über dem soliden Zuschauerbereich liegen zwei leichte, transparente Glaskörper: das Pressebüro und die Bar.
Letztere trägt die schwebende Dachplatte.

Bilder